2 Wächter im hintersten Stodertal
Das Interesse an dieser alpinen Tour war wie in den Vorjahren trotz der notwendigen Anstrengungen sehr groß. Dennoch blieben wir letztlich zu dritt. Prognostizierte Hitze und Unwetter haben offensichtlich viele abgeschreckt. Alleine der Zustieg auf das Salzsteigjoch mit seinen gut 1.000 Höhenmetern, davon rund 2/3 im abschüssigen Gelände ist eine schweißtreibende Angelegenheit.
Bequem könnten wir von hier weiter zur Tauplitz gehen. Wir entschieden uns für den Gamsstein der auf einem unmarkierten Jägersteig rasch aber teilweise etwas ausgesetzt zu erreichen ist. Von seinem Hochplateau auf dem sich üblicherweise viele Gämsen herumtreiben ist es nur mehr ein Katzensprung auf den formschönen Almkogel. Ihm gegenüber wacht der mächtige Grimming.


Obwohl wir von unserem Gipfel die Niederschläge im Ausserland deutlich sehen und hören konnten, blieben wir vom angekündigten Unwetter verschont. Stattdessen genossen wir traumhafte Ausblicke in die hohen Berge Hinterstoders. Lediglich bis zur Hochsteinscharte überraschten uns ein unergiebiger Regenschauer, wogegen uns die Hitze gnadenlos bis zur Heimfahrt begleitete.

Den Abstieg suchten wir am im teilweise schneidigen weglosen Gratverlauf Richtung Hirscheck. Von der Hochsteinscharte führte uns ein schlecht gewarteter Jägersteig hinab zur Lögeralm, von wo wir auf dem Dolomitensteig zur Baumschlagerreit zurückkehrten. Schlussendlich überwanden wir für die Runde 1.500 Höhenmeter in siebeneinhalb Stunden Gehzeit. Am Ende ließ sich der große Durst auch mit kühlen Blonden nicht restlos beseitigen.
Doch die mühen haben sich gelohnt, meint ein zufriedener
Rudi Abel


